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Erwachsenenbildung: Neue Reihe „Konfliktfelder des Lebens“ 

Erwachsenenbildung: Neue Reihe „Konfliktfelder des Lebens“ 

Erste Veranstaltung zum Thema „Suizid – darf ich mir das Leben nehmen?“

Die Evangelische Kirchengemeinde Gummersbach bietet im Rahmen der Evangelischen Erwachsenenbildung die neue Reihe „Konfliktfelder des Lebens‘ an. Initiator ist der neue Gemeindepfarrer Prof. Dr. Knut Berner, langjähriger stellvertretender Leiter des Evangelischen Studienwerks Villigst, dem Begabtenförderwerk der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Professor für Systematische Theologie an der Ruhr-Universtität Bochum. 

Auftakt der neuen Reihe ist am Mittwoch, 24. Juni 2026, 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Gummersbach (Von-Steinen-Str. 2, 51645 Gummersbach) mit dem Thema „Suizid – darf ich mir das Leben nehmen?“

„Das Thema Suizid ist von hoher individueller und gesellschaftlicher Relevanz“, sagt Pfarrer Dr. Knut Berner. Jedes Jahr nehmen sich mehr als 10.000 Menschen in Deutschland das Leben. „Viele, nicht nur Gläubige, die sich mit dem Thema für sich persönlich oder auch im Blick auf Angehörige und Freunde beschäftigen, fragen sich, ob man sich das Leben nehmen darf.“ Nach einem Impulsreferat von Knut Berner geht es im Gespräch um wissenschaftliche und seelsorgliche Aspekte des Themas, um Fragen wie: 

• Ist Suizid aus christlicher Sicht nicht erlaubt, weil Gott als Herr über Leben und Tod gilt? Ist er den Angehörigen nicht zuzumuten? 

• Oder ist er sogar geboten in Zeiten, in denen über den assistierten Suizid intensiv diskutiert und nachgedacht wird und in denen die Gesellschaft vielleicht auch aus Kostengründen den Suizid als den Tod der Zukunft in den Blick nehmen wird? 

• Erleichtert ein Mensch eventuell sogar die Situation in seinem persönlichen Umfeld, wenn er oder sie vor der Zeit aus dem Leben scheiden und Angehörige sie nicht mehr pflegen müssen? 

• Gehört der Suizid also zum erlaubten, verbotenen oder sogar gebotenen Handlungsvollzug? 

• Ist er Resultat von Krankheit, oder ist er ein Akt der Freiheit? 

• Und was ist von Institutionen zu halten, die Beihilfe zum Suizid anbieten und durchführen?